Am 03. Mai ist der Internationale Tag der PressefreiheitAm morgigen Samstag ist der „Internationale Tag der Pressefreiheit“: Seit 1994 wird jedes Jahr am 3. Mai daran erinnert, dass Journalisten in aller Welt verfolgt, inhaftiert, gefoltert und getötet werden. Von Machthabern, denen nichts an der Pressefreiheit liegt – weil sie auch keine Demokratie in ihrem Land wollen. Allein im vergangenen Jahr 2013 starben, nach Angaben von „Reporter ohne Grenzen“, mehr als 77 Journalisten einen gewaltsamen Tod.

Der richtige Umgang mit der Presse

Was hat das mit MANN+HUMMEL zu tun? Ganz einfach: Auch wir halten die Presse- und Meinungsfreiheit für ein hohes und unverzichtbares Gut. Zugleich ist unser Unternehmen oft Gegenstand der medialen Berichterstattung.

Ob Wirtschaftspresse, Lokal- und Regionalzeitungen oder Fachmedien – regelmäßig rufen Journalisten bei uns an, recherchieren Informationen oder suchen Interviewpartner. Dabei tauchen immer wieder dieselben Fragen zum „richtigen“ Umgang mit der Presse auf: Muss ich mit den Medien sprechen? Was passiert mit den Infos, die ich Journalisten gebe? Erfahre ich vorab, was wann und wo publiziert werden soll? Kann ich die Veröffentlichung kontrollieren? Wie kann ich verhindern, dass meine Informationen missverständlich oder falsch wieder gegeben werden?

Einige „Spielregeln“ helfen uns in der Pressestelle dabei, den Umgang mit Journalisten professionell, effizient und für beide Seiten fair zu gestalten.

Spielregel Nr. 1:

Unser Unternehmen ist den Medien gegenüber nicht auskunfts- oder rechenschaftspflichtig. Aber es liegt in unserem eigenen Interesse, eine kontinuierliche, transparente und verlässliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Wenn wir Informationen nach außen geben, tun wir das nach bestem Wissen und Gewissen (wie es auch unser Unternehmenskodex vorschreibt). Dabei gilt: Sorgfalt geht vor Tempo. Wir lassen uns nicht ungebührlich unter Druck setzen – auch nicht durch einen drohenden Redaktionsschluss.

Spielregel Nr. 2:

Wenn wir mit Journalisten sprechen, wissen wir: Unser Gegenüber ist im Zweifelsfall kein Fachmann wie unsere Experten in den einzelnen Unternehmensbereichen. Wirtschaftsjournalisten interessieren sich für Zahlen und Unternehmensstrategien, Fachmedien vermutlich mehr für Technik, Produkte und Prozesse. Und die Lokalpresse wiederum sucht nach Infos zum Standort. Daher kommunizieren wir also zielgruppengerecht und spezifisch.

Spielregel Nr. 3:

Erwartungsmanagement ist wichtig. Wir klären mit dem Journalisten vorab, unter welchen Prämissen wir mit ihm sprechen und wie er unsere Informationen nutzen darf. Braucht er ein offizielles Statement oder geht es ihm nur um allgemeine Infos zur Branche? Wir sagen klipp und klar, wenn wir nicht wörtlich zitiert werden wollen. Und legen anderenfalls verbindlich fest, ob und dass wir wörtliche Zitate vor der Veröffentlichung zur Freigabe (sog. Autorisierung) vorgelegt bekommen wollen. Bei Wortlaut-Interviews ist das üblich, ansonsten nicht. Da treten wir freundlich, offen und ehrlich auf. Aber nicht blauäugig oder redselig.

Spielregel Nr. 4:

Wir sind realistisch.Auch wenn wir den Journalisten stundenlang durchs Labor geführt haben – er wird nicht alle Infos in seinem Artikel (seinem Radio-, TV- oder Online-Beitrag) unterbringen können oder wollen.  Das ärgert uns nicht, wenn von einem mehrstündigen Gespräch nur zwei kurze Statements übrig bleiben. Journalismus lebt von Auswahl und Reduktion. Weil Journalisten im Regelfall professionell arbeiten und in der Kunst des Weglassens geübt sind, geht das meistens gut.

Spielregel Nr. 5:

Keep cool. Falls am nächsten Tag doch etwas unabgestimmt in der Zeitung stehen oder über den Sender gehen sollte. Das „Restrisiko“ einer verkürzten (und möglicherweise verzerrenden) Darstellung können wir ohnehin nicht apriori ausschließen. Tröstlich: Vieles versendet sich, und nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.