Seit Mitte 2013 bin ich Vizepräsident Vertrieb für das Erstausrüstungsgeschäft. Ich führe eine Mannschaft von elf global tätigen Key Account Managern, welche die gesamte kaufmännische und strategische Zusammenarbeit mit unseren Kunden koordinieren.

Da ich bereits früher in unterschiedlichen Positionen in der Automobilzuliefererbranche gearbeitet habe, kannte ich das Unternehmen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, die neue Stelle anzutreten.

Fokus auf Kunden und Globalisierung

Meine erste Aufgabe war es, gemeinsam mit dem Vizepräsident Projektmanagement, Ivor Ng, die bisherige Vertriebs- und Projektmanagement-Abteilung neu aufzustellen um damit auf die zunehmende Globalisierung des Geschäfts zu reagieren. Deshalb haben wir die Abteilung in die beiden Bereiche „OE Vertrieb“ und „OE Projektmanagement“ aufgeteilt. Unser Ziel war es, den Fokus noch stärker auf die Bedürfnisse des Kunden zu richten. Deshalb haben wir auch neue Key Accounts für unsere Kunden installiert und verschiedene weitere strukturelle Anpassungen vorgenommen. Meine Aufgabe bestand darin, diesen Prozess zu begleiten und die neue Vertriebsabteilung vollständig global auszurichten und zu gestalten.

Man lernt immer dazu

Speziell das deutsche Team, also die komplette Abteilung in MANN+HUMMEL Deutschland, mit rund 70 Mitarbeitern, hat sehr positiv auf den Umbau reagiert. Vielleicht hat die Mannschaft nicht unbedingt auf einen größeren Umbruch gewartet, aber die Änderungen, die wir eingebracht haben, wurden mit großem Engagement aufgenommen. Plangemäß zum ersten Januar konnten wir die Umstrukturierung erfolgreich abschließen.

Auch für mich war das eine spannende Zeit. Der alte Spruch „Man lernt nie aus“ scheint wirklich universelle Gültigkeit zu besitzen, schließlich lerne ich auch in meiner neuen Rolle ständig dazu. Das können kleine Dinge sein, zum Beispiel, dass ein Brötchen in Süddeutschland ein „Weckle“ ist, aber auch größere Dinge wie die Organisationsstruktur von MANN+HUMMEL.

Das Land für Ingenieure

Hier in Ludwigsburg gefällt es mir als Brite sehr gut. Ich bin im Sommer 1989 von England nach Deutschland gekommen um in Hamburg als Ingenieur zu arbeiten. Vor allem im Bereich der Automobilindustrie war und ist Deutschland immer noch das Land für Ingenieure. Schon sechs Monate nach meiner Ankunft hatte ich mich sehr gut eingebürgert, dann plötzlich waren die Straßen voll mit Trabis, die Mauer war gefallen und ich habe mich endgültig entschieden, in Deutschland zu bleiben. Mehr als 25 Jahre ist das jetzt her. Mittlerweile kann man sagen: ich bin vollständig „aklimatisiert“ und trotz meines britischen Akzents ziemlich international geworden.