Eine Ausbildung bei MANN+HUMMEL ist ein guter Start ins Berufsleben. Welche Möglichkeiten gibt es, und was gefällt jungen Menschen bei uns im Unternehmen besonders gut? In diesem Blogbeitrag spreche ich mit Luis Bäz-Dölle, der gerade eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei MANN+HUMMEL in Sonneberg absolviert.

Herr Bäz-Dölle, Sie absolvieren derzeit eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei MANN+HUMMEL in Sonneberg. Wie sind die Mindestvoraussetzungen für diesen Ausbildungsberuf, und welchen Abschluss haben Sie?

Bäz-Dölle: Mindestvoraussetzung ist der Qualifizierte Hauptschulabschluss. Ich habe am Staatlichen Gymnasium in Neuhaus mein Abitur gemacht.

Damit hätten Sie auch studieren können. Warum haben Sie dennoch sich für eine Ausbildung entschieden?`

Bäz-Dölle: Ich wollte nach der Schule erst einmal etwas Handwerkliches lernen und mir eine gute Grundlage schaffen. Studieren kann man danach ja auch noch.

Warum haben Sie sich gerade für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker entschieden?

Bäz-Dölle: Ich habe mich schon immer sehr für die Automobilindustrie interessiert. Daher habe ich recherchiert, welche Ausbildungsmöglichkeiten es in diesem Bereich gibt. Den Verfahrensmechaniker fand ich spannend, weil er sehr produktionsnah ist. Wir richten die Maschinen ein, mit denen Bauteile wie Saugrohre, Tankleitungen oder Soundmodule gefertigt werden, und bedienen sie dann natürlich auch.

Wie haben Sie sich vorab über mögliche Ausbildungsbetriebe informiert? Warum haben Sie sich schließlich dazu entschieden, Ihre Ausbildung bei MANN+HUMMEL zu machen?

Bäz-Dölle: Ich habe mich vor allem im Internet informiert. MANN+HUMMEL ist dort ja sehr präsent. Auf meine Bewerbung hin wurde ich gleich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das Klima war freundlich und informativ. Es hat einfach alles gepasst, und ich erhielt kurz darauf die Zusage. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, mich zu entscheiden.

Könnten Sie uns kurz ein paar Eckdaten zu Ihrer Ausbildung nennen?

Bäz-Dölle: Die Ausbildung zum Verfahrenstechniker dauert drei Jahre. Ich selbst bin jetzt im dritten Lehrjahr und mache Mitte 2016 meinen Abschluss. Die Ausbildung beginnt in der Lehrwerkstatt, wo wir die Grundfähigkeiten in der Metallbearbeitung erlernt haben. Danach durften wir in der Lehrwerkstatt produktionsnahe Aufträge ausführen, die später auch an Kunden versandt wurden. Man bekam so gleich ein Gefühl von Verantwortung für die Aufgabe. Anschließend wurden wir in verschiedene Abteilungen versetzt und angelernt. Die schriftliche und praktische Zwischenprüfung findet nach 1,5 Jahren statt. Im Praxisteil mussten wir aus Metall und Kunststoff eine Baugruppe erstellen und zusammen mit einer pneumatischen Anlage in Funktion bringen.

Welche Abteilungen haben Sie bisher durchlaufen? Welche sind noch geplant?

Bäz-Dölle: Ich war bereits in der Qualitätskontrolle, in der Einrichtung, in der Produktion, im Musterbau und im Versand. Momentan bin ich in der Abteilung MMS – das steht für MANN+HUMMEL Management System.

Welche konkreten Tätigkeiten übernehmen Sie dort?

Bäz-Dölle: Ich arbeite dort an verschiedenen Projekten mit. Die Tätigkeit ist sehr vielfältig und reicht von der Planung bis zur Umsetzung.

Wie flexibel sind Sie bei der Gestaltung Ihrer Ausbildung? Werden Ihre Interessen berücksichtigt – und was interessiert Sie besonders?

Bäz-Dölle: Die Ausbildung ist schon sehr strukturiert. Es gibt einen Ausbildungsplan, den jeder Azubi durchläuft. Auf Wunsch sind aber Änderungen möglich.

Was zeichnet die Ausbildung bei MANN+HUMMEL aus? Was gefällt Ihnen besonders gut?

Bäz-Dölle: Mir gefällt wie gesagt die gute Struktur der Ausbildung. Die Inhalte werden leicht verständlich vermittelt. Überall findet man auch nette Mitarbeiter, die gerne Wissen weitervermitteln. Interessant finde ich unter anderem, dass wir als Auszubildende auch bei Messen auf dem Stand von MANN+HUMMEL vertreten sind und das Unternehmen vorstellen dürfen. Außerdem engagiere ich mich in der betriebsratsnahen Jugendauszubildendenvertretung (JAV).

Welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker mitbringen?

Bäz-Dölle: Auf jeden Fall technisches Geschick und handwerkliche Fähigkeiten, natürlich ein Interesse am Beruf. Ein gewisses mathematisches Grundwissen ist nicht verkehrt.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen Ihnen nach der Ausbildung offen?

Bäz-Dölle: Das ist natürlich leistungsabhängig. Ich kann zum Beispiel nebenberuflich den Techniker oder den Meister machen oder studieren.

Wie sieht denn Ihre persönliche Zukunftsplanung aus?

Bäz-Dölle: Nach dem Abschluss meiner Ausbildung habe ich vor, noch ein duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen bei MANN+HUMMEL anzuschließen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ronny Löffler, Ausbildungsleiter:

„Hier am Standort Sonneberg liegt die Kernkompetenz sowie der Produktionsschwerpunkt im Bereich Spritzgießen und Fügeverfahren. Genau hier wird der Verfahrensmechaniker mit seinen umfassenden Kenntnissen und Fertigkeiten im Bereich der Herstellung und Bearbeitung von Kunststofferzeugnissen benötigt. Mit der Herstellung von teilweise hochkomplexen Halbzeugen ist es aber nicht getan. Der Verfahrensmechaniker überwacht auch den gesamten Fertigungsprozess von Montage weiterer Bauteile über Funktions- und Qualitätsprüfung der einzelnen Komponente bis hin zur Verpackung der Produkte. Am Ende ist er es also, der aus verschiedenen Rohmaterialien und Halbzeugen hochmoderne Fahrzeugbauteile herstellt.“

Ausbildungssteckbrief

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