Die Anschaffung von neuen Produktionsmaschinen ist ein Prozess, bei dem Teamwork auf mehreren Ebenen stattfindet. Zunächst ist es wichtig, dass die Mitarbeiter in der Produktion mit eingebunden werden. Immerhin arbeiten sie täglich an der Maschine und leiden am meisten darunter, wenn etwas nicht passt – egal ob Ergonomie oder Technik. Eine Maschine ist schnell gekauft, aber ob sie für den Mitarbeiter auch funktional ist, das ist eine andere Frage. Die Vorplanung und der Abstimmungsprozess mit den Mitarbeitern Schritt für Schritt ist enorm wichtig – eigentlich logisch, aber man vergisst und unterschätzt das immer wieder.

Als Produktionsbereichsverantwortlicher trage ich dann die Wünsche meiner Mitarbeiter und meine eigenen Vorstellungen an den technischen Planer heran. Für die Kleinserie und den LKW-Bereich habe ich zum Beispiel zusammen mit Hans-Georg Fochler die Anschaffung einer neuen Heizelementschweißmaschine vorbereitet.

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Mir war es ganz wichtig, dass wir das Werkzeug nicht mehr auf die Maschine Schrauben müssen, sondern mit Schnellspannern arbeiten können. Die Verbrennungsgefahr am heißen Spiegel ist dann für die Einrichter, die die Maschine umbauen, viel geringer.

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Nach der Abstimmung mit dem technischen Planer gehen wir dann auf dem Maschinenbauer zu. Die kennen sich natürlich bestens aus und bringen auch noch Ideen und Vorschläge mit ein. Aber nicht nur wir holen uns Ideen vom Maschinenhersteller, die profitieren auch von unserem Feedback und nehmen das mit für die Entwicklung ihrer Maschinen. Dieser Austausch bringt beide Seiten weiter und ist gewissermaßen als Entwicklungskooperation zu verstehen. Ein verlässlicher Partner ist da natürlich enorm wertvoll.

Rückblickend muss ich sagen, dass alles so gelaufen ist, wie ich mir das gewünscht habe. Dank dem Schnellspannsystem arbeiten die Einrichter nicht nur sicherer, wir sparen beim Umrüsten auf ein anderes Werkzeug auch noch jede Menge Zeit. Dazu kommt, dass wir die schweren Werkzeuge bisher mit einem Kran von der Maschine heben mussten. Das neue System arbeitet mit Rollwägen, die wir an die Maschine andocken können und das auf gefederten Rollen gelagerte Werkzeug auf den Wagen schieben.

Möchten Sie mehr über die Arbeit eines Produktionsbereichsverantwortlichen wissen? Dann lesen Sie doch auch den Blogbeitrag von Arne Bauer: „Der Spagat zwischen Produktion und Management.“