Die Ausbildung bei MANN+HUMMEL ist der ideale Start ins Berufsleben. Welche Möglichkeiten gibt es, und was gefällt jungen Menschen bei uns im Unternehmen besonders gut? In diesem Blogbeitrag spreche ich mit Mathias Hösl, der an unserem Produktionsstandort in Marklkofen ein Verbundstudium Maschinenbau / Industriemechaniker absolviert.

Herr Hösl, Sie absolvieren seit Herbst 2011 ein Verbundstudium Maschinenbau / Industriemechaniker bei MANN+HUMMEL in Marklkofen. Was sind die Mindestvoraussetzungen dafür, und welchen Abschluss haben Sie?

Hösl: Mindestvoraussetzung ist die fachgebundene Hochschulreife. Ich selbst habe am Gymnasium in Dingolfing mein Abitur gemacht.

Warum haben Sie sich für ein Verbundstudium entschieden?`

Hösl: Das war eigentlich Zufall. Ich hatte damals in der Zeitung gelesen, dass MANN+HUMMEL diese Möglichkeit in Kooperation mit der Technischen Hochschule in Deggendorf erstmalig anbietet. Ich fand die Kombination aus Studium und Ausbildung spannend und habe mich kurz entschlossen beworben.

Was hat Sie an der Kombination Maschinenbau / Industriemechaniker gereizt?

Hösl: Ich hatte im Gymnasium Mathematik und Physik als Leistungskurse und habe in den Ferien Praktika in mehreren Industriebetrieben gemacht. Die technische Richtung war also schon vorgegeben. Das Maschinenbaustudium hat meinen Interessen entsprochen.

Haben Sie sich vorab über weitere Studiengänge informiert? Warum haben Sie sich schließlich dazu entschieden, Ihre Ausbildung bei MANN+HUMMEL in Marklkofen zu machen?

Mathias Hösl

Hösl: Ich hatte mich auf ein duales Studium bei BMW beworben und mich über andere technische Studiengänge informiert. Das Verbundstudium bei MANN+HUMMEL war aber mein Favorit – aus zwei Gründen. Zum einen, weil die Entfernung von meinem Wohnort zum Ausbildungsplatz in Marklkofen sehr gering ist. Zum anderen war die Atmosphäre beim Vorstellungsgespräch so angenehm und locker, dass ich gleich das Gefühl hatte, das passt. Kurz darauf habe ich dann die Zusage erhalten.

Könnten Sie uns kurz ein paar Eckdaten zum Verbundstudium schildern?

Hösl: Das Verbundstudium Maschinenbau / Industriemechaniker dauert 4,5 Jahre und beginnt jeweils im September. Das erste Jahr findet komplett im Unternehmen statt. Die Verbundstudenten sind zusammen mit den Auszubildenden in der Lehrwerkstatt, haben aber keine Berufsschule. Im zweiten Jahr beginnt das Studium an der TH Deggendorf; am Ende jedes Semesters schreiben wir mehrere Semesterarbeiten. In den Semesterferien, d.h. im Winter einen Monat, im Sommer zwei Monate, sind wir hier im Unternehmen und werden in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Im Januar 2015 hatte ich meine Abschlussprüfung für die Lehre. Mit dem Studium bin voraussichtlich im Februar 2016 fertig.

Welche Abteilungen haben Sie bisher durchlaufen? Welche sind noch geplant?

Hösl: Ich war im Luftfilterbereich in der technischen Planung, im Musterbau und in der Betriebsmittelkonstruktion. Aktuell mache ich mein Praxissemester in der Prozessentwicklung.

Welche konkreten Tätigkeiten übernehmen Sie dort?

Hösl: Ich bin vor allem in die Konstruktion eingebunden. Zum Beispiel habe ich gerade eine kleine Versuchseinrichtung konstruiert, um Versuche zum Aufstellen variabler Faltenhöhen durchzuführen. Das ist auch Thema meiner Bachelorarbeit, an der ich ab Oktober schreibe. Variable Faltenhöhen beim Filterpapier sind gerade für die Automobilindustrie interessant, weil man mit ihnen den Platz für den Filter im Motorraum geschickt verkleinern kann. Ich muss solche Versuche planen, das nötige Material organisieren, den Versuch durchführen und auswerten und die Ergebnisse präsentieren.

Wie flexibel waren Sie bei der Gestaltung Ihres Verbundstudiums? Wurden Ihre Interessen berücksichtigt – und was hat Sie besonders interessiert?

Hösl: Meine Interessen wurden sehr stark berücksichtigt, da das Verbundstudium in dieser Form in Marklkofen ja zum ersten Mal stattfand. Ich konnte Wünsche äußern, in welchen Bereichen ich eingesetzt werden wollte. Mein Ausbilder hat dann den entsprechenden Abteilungsleiter kontaktiert und den Einsatz organisiert.

Was zeichnet das Verbundstudium bei MANN+HUMMEL aus? Was gefällt Ihnen besonders gut?

Hösl: Mir gefällt vor allem der starke Praxisbezug, den man bei einem reinen Studium in dieser Form nicht hat. Im Rahmen der Lehre wird man sehr stark in die Produktion eingebunden und lernt auch ganz praktische Dinge wie drehen, fräsen, usw. Da man regelmäßig im selben Unternehmen ist, kann man während des Studiums gute Kontakte knüpfen, ein eigenes Netzwerk aufbauen und sich Rückhalt in den verschiedenen Abteilungen verschaffen. Damit steigen die Chancen, dass man später übernommen wird.

Welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach für dieses Verbundstudium mitbringen?

Hösl: Man sollte wissbegierig sein, sowohl Lernbereitschaft als auch Eigeninitiative zeigen und Spaß an gemeinsamer Teamarbeit haben. Fachlich gesehen sind natürlich das Interesse an technischen Fragestellungen sowie Fremdsprachenkenntnisse wichtig.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen Ihnen nach der Ausbildung offen?

Hösl: Ich kann mich innerhalb und außerhalb des Unternehmens auf entsprechende Stellen als Maschinenbauer bewerben, aber natürlich auch weiter studieren und meinen Master machen.

Wie sieht denn Ihre persönliche Zukunftsplanung aus?

Hösl: Mein Ziel ist es, hier im Unternehmen zu bleiben und möglichst ab Februar eine Stelle anzutreten. Fachlich konzentriere ich mich derzeit auf das Thema Metalle und Kunststoffe. Deren Technologie und Verfahren zur Verarbeitung sind auch der Schwerpunkt meines letzten Semesters an der TH.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Michael Maier, Ausbildungsleiter bei der MANN+HUMMEL GmbH:

„Das Verbundstudium hat für MANN+HUMMEL in Marklkofen den Vorteil, dass es die komplette Ausbildung zum Industriemechaniker und das komplette Studium beinhaltet. Die Kombination von Praxis und Theorie ist enorm wichtig. Die Verbundstudenten sind während ihrer Ausbildung und dem Studium viereinhalb Jahre sehr eng mit dem Betrieb verbunden. Sie kennen das Werk, die Abläufe, Abteilungen etc. aus dem FF. Der mögliche Einstieg nach dem Studium ins Unternehmen wird erleichtert, die Zeit der Einarbeitung verringert sich. Die TH Deggendorf ist ein sehr guter Kooperationspartner, der Kontakt ist seit Jahren hervorragend. Ich habe selbst an der TH DEG studiert, und habe immer noch Kontakt zu einigen Professoren.“

Ausbildungssteckbrief

Verbundstudium Maschinenbau / Industriemechaniker

Die Attraktivität des Verbundstudiums liegt in der Verbindung von Praxis und Theorie. Verbundstudenten erhalten eine Ausbildungsvergütung für die gesamte Dauer des Studiums. Hinzu kommt eine intensive fachliche Begleitung. Maschinenbauingenieure sind an der Entwicklung und Konstruktion der unterschiedlichsten Produkte, Maschinen und Anlagen beteiligt.

https://www.mann-hummel.com/fileadmin/user_upload/Karriere-Bilder-PDFs/PDF_files/Azubis_und_BA/Verbundstudium_Maschinenbau_und_Industriemechaniker.pdf