Ich mag die Menschen. Ich mag es, mit ihnen zu arbeiten, Spaß zu haben und mich zu engagieren. In der Hinsicht bin ich eigentlich nie müde zu kriegen. Vermutlich habe ich mich deswegen auch spontan gemeldet, als Anfang des Jahres hier am Standort Ludwigsburg Auszubildende gesucht wurden, die bei der YOLO-Aktion „MANN+HUMMEL-Azubis machen sich stark gegen Blutkrebs“ mitmachen. Zugegeben, kein Thema, um das sich alle reißen – aber eins, bei dem man anderen Menschen wirklich etwas Gutes tun kann.

Bei unserer Aktion „MANN+HUMMEL-Azubis machen sich stark gegen Blutkrebs“ ging es darum, den Mitarbeitern und Auszubildenden die Bedeutung einer Stammzellenspende und die Vorgehensweise bei einer Typisierung näher zu bringen – dazu existieren immer wieder falsche Vorstellungen und viele Ängste. Typisieren tut zum Beispiel überhaupt nicht weh. Es ist sogar weniger schlimm als Blut spenden. Alles was der Labormitarbeiter dazu braucht, ist ein Abstrich der Mundschleimhaut, der mit einem Wattestäbchen durchgeführt wird. Im Labor werden dann die entsprechenden Gewebeanteile ermittelt.

Nur 30 Prozent Übereinstimmung bei Verwandten

Ob jemand als Stammzellenspender in Frage kommt, hängt nämlich weniger vom Verwandtschaftsgrad als von den sogenannten HLA-Gewebemerkmalen ab. Sie bestimmen mit, ob Gewebe bei einer Transplantation abgestoßen wird, oder nicht. Bei nahen Verwandte stimmen diese Merkmale in der Regel nur zu etwa 30 Prozent überein. Deshalb sind Patienten meist auf öffentliche Unterstützung und die Bereitwilligkeit der Bevölkerung zu einer Stammzellenspende angewiesen.

Je mehr Menschen mit ihren Gewebemerkmalen erfasst sind, desto größer sind die Chancen für einen Erkrankten, den passenden Spender zu finden. Daher haben wir im Rahmen der Azubi-Aktion zusammen mit der Stefan Morsch Stiftung und der mhplus Krankenkasse im März 2017 eine Typisierungsaktion durchgeführt. Unser Ziel war es, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich typisieren zu lassen. Wir hatten dazu Flyer erstellt und verteilt, einen Artikel ins Intranet gestellt, und ich bin an dem Tag durch die Abteilungen gelaufen und habe die Kollegen ermuntert mitzukommen.

Viele Ludwigsburger Mitarbeiter machen mit

Insgesamt haben sich viele Mitarbeiter neu typisieren lassen – ein toller Erfolg. Etliche Ludwigsburger Kollegen waren noch von einer früheren Aktion registriert. Jetzt bleibt abzuwarten, ob von den neu Hinzugekommenen jemand für eine Stammzellenspende in Frage kommt. Die Spende ist übrigens kein Muss. Auch wenn man typisiert ist, kann man sich später immer noch dafür oder dagegen entscheiden. Das Prinzip der Freiwilligkeit bleibt nach wie vor bestehen.

YOLO-Aktionen wie die gegen Blutkrebs finden regelmäßig an allen MANN+HUMMEL-Standorten in Deutschland statt. YOLO ist die Abkürzung von You only live once (Du lebst nur einmal) – und der Titel des MANN+HUMMEL-Gesundheitskonzepts für Azubis. Ein bisschen was kann doch jeder für die Gesundheit tun – für die eigene und die von Anderen.