Bereits seit meiner Grundschulzeit war meinen Eltern klar, dass ich Ingenieur werden würde.
Der Plan mein BA-Studium (jetzt DHBW-Studium) in einem kleinen Unternehmen zu absolvieren, scheiterte einige Wochen vor Ende der Anmeldefrist. Ich brauchte also schnell eine Alternative. Von MANN+HUMMEL hatte ich bereits viel gehört und so versuchte ich mein Glück.

Nach dem Studium zum Projektleiter?

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch auf meinem Anrufbeantworter kam ganz spontan und zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt: Ich sollte (nach dem Abhören) innerhalb von 45 Minuten in Ludwigsburg sein. Das Problem war, das mich eine starke Grippe erwischt hatte. Dennoch stand ich nach einer Stunde und 15 Minuten mit 39 Grad Fieber bereit zum Interview. Und das mit Erfolg.

Während des Studiums erarbeitete ich mir viele Grundlagen und lernte unter Druck zu arbeiten. Meine Vorgesetzten und Ausbilder forderten mich nicht nur – sie förderten mich auch.

Als mein Studium dem Ende zuging, war mir klar: Ich möchte Projektleiter werden. Keine leichte Aufgabe, aber es war mein Wunsch und so wandte ich mich an Herrn Bronner (Vertriebs- und Projektgruppenleiter für einen globalen Kunden). Eines Tages ging ich also in sein Büro und stellte mich und mein Anliegen vor: „Guten Tag Herr Bronner, mein Name ist Karsten Müller und ich möchte bei Ihnen arbeiten!“

Nach der Diplomarbeit zum Projektleiter

Herr Bronner erklärte mir dann, dass es so einfach nicht funktionierte und die Position als Vertriebs- und Projektleiter normalerweise nur nach langjähriger Erfahrung in anderen Bereichen erreicht werden kann. Er bot mir aber an meine Diplomarbeit bei ihm zu schreiben. Ich schrieb über die „Gestaltung moderner Saugrohrkonzepte aus technologischer und marktwirtschaftlicher Sicht“ und übernahm parallel auch schon projektleitende Aufgaben innerhalb seiner Abteilung. So hatte ich schlussendlich und dank meiner zielorientierten Ansprache eine Stelle als Projektleiter in der Tasche.

Der Einstieg ins Berufsleben war nicht ganz einfach. Ich war erst 24 Jahre und die Kollegen im Team waren alle deutlich älter und erfahrener als ich. Natürlich traten sie mir mit einer großen Portion Skepsis gegenüber. Viele wandten sich an meinen Chef und fragten was in ihn gefahren sei, mir eine solch große Verantwortung zu übertragen. Er hatte diese Entscheidung aber sehr bewusst getroffen, da er mir das zutraute und mir gleichzeitig in jeder Projektphase mit seiner langjährigen Erfahrung zur Seite stand.

Ein großes Netzwerk

Das Vertrauen erlangte ich schließlich, als es an einem Sonntag ein Problem im Serienanlauf zu lösen galt. Einer der Kollegen, die besonders kritisch waren, rief mich an und ich beschloss mich auf die mehrstündige Reise zum Produktionswerk zu machen. Wir arbeiten gemeinsam die halbe Nacht und fanden in den frühen Morgenstunden eine Lösung. Dieses Ereignis feierten wir anschließend bei einem gemeinsamen Grillfest. An diesem Tag bot er mir das „Du“ an und schließlich wurden wir sehr gute Freunde.

Zwischen all den Höhen und Tiefen während einer so langen Zeit im gleichen Unternehmen baut man sich ein großes Netzwerk auf. Durch die unterschiedlichen Positionen, in verschiedenen Geschäftsbereichen und Standorten, lerne ich viele Kollegen und deren Aufgaben kennen. Ich kenne dadurch die Strukturen der Unternehmensgruppe und habe bei Fragen oft sofort einen Ansprechpartner parat.

MANN+HUMMEL als Vorreiter

Natürlich hatte ich auch Bewerbungsgespräche bei anderen Unternehmen, aber MANN+HUMMEL hat stets attraktive Angebote entgegen gesetzt – nicht aus monetärer sondern eher aus perspektivischer Sicht. Nach mehr als 10 Jahren in diesem Unternehmen würde ich es als einen Vorreiter in Bezug auf die Umsetzung von Werten bezeichnen. Ich glaube auch gerade deshalb kann MANN+HUMMEL auf eine grandiose Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Heute, mit 32, bin ich noch nicht dort angekommen, wo ich gerne einmal sein möchte. Was ich genau erreichen will, möchte ich nicht konkret definieren müssen. Wichtig ist es aber, immer eine Win-Win-Situation herzustellen. Ich nehme neue Herausforderungen gerne an, wenn sie mich und gleichzeitig das Unternehmen voran bringen.

Die goldene Mitte

Neuen Studenten und Berufseinsteigern möchte ich gerne eines mit auf den Weg geben: Viele junge Menschen entsprechen einem von zwei typischen Charakteren. Entweder der Typus „Ich bin fertig mit dem Studium, was kostet die Welt? Ich kaufe zwei.“ oder dem glatten Gegenteil „Ich bin Anfänger, mal abwarten und sehen was da so alles auf mich zukommt.“ Am besten man positioniert sich ganz bewusst dazwischen! Von beiden Einstellungen ein bisschen und man ist gewappnet für das Berufsleben.

Vom Studenten zum ProjektleiterUnd wer wissen möchte, wie ich vor 10 Jahren ausgesehen habe – hier ein Foto.
Einmal bei der Einführungswoche ……..