IHK Preisverleihung an den Mechatroniker

Schon als kleiner Bub hat mich alles fasziniert, was mit Elektrik, Elektronik und Technik zu tun hatte. Ich wollte immer wissen wie die elektrischen Geräte funktionieren, was die können und wie sie von innen aussehen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich deshalb auch als Kind einen Lego-Technik-Baukasten bekommen habe. Ich habe später dann auch ein Praktikum als Elektroniker für Betriebstechnik gemacht, hatte aber dann kurze Zeit später schon mein Vorstellungsgespräch bei MANN+HUMMEL und habe mich für eine Ausbildung zum Mechatroniker entschieden.

Der beste Mechatroniker

Mein Realschulabschluss damals war eher durchschnittlich. Die Ausbildung aber war definitiv kein Durchschnitt mehr. Es hat mich selber überrascht, dass ich dabei so gut abgeschnitten habe. Denn im Endeffekt habe ich den Ehrenpreis der IHK erhalten und bin nun der beste Mechatroniker im Landkreis Dingolfing-Landau. Das hätte ich nie gedacht.

Die Ergebnisse unserer Abschlussprüfung haben wir über das Internet erhalten. Als ich mich eingeloggt hatte und gesehen habe, dass ich bestanden habe, war ich sehr erleichtert. Denn ein bisschen nervös ist man ja immer. Im besten Fall hätte ich mit einem „guten Zweier“ gerechnet – aber dass ich dann so gut abschneide… Wow. Denn wenn ich ehrlich bin habe ich jetzt auch nicht so viel gelernt auf die Abschlussprüfung. Zwei Wochen vielleicht. Mein Vorteil war, dass ich viele Inhalte noch aus der Ausbildung kannte, da musste ich also nur ein wenig „auffrischen“.

Die Abschlussprüfung selber war in zwei Abschnitte unterteilt. Es gab einen schriftlichen Part mit Rechenaufgaben und Multiple-Choice-Fragen, der die komplette Ausbildungszeit umfasst hat. Und dann gab es den praktischen Teil mit dem so genannten „betrieblichen Auftrag“. Der Praxisteil hat einen Bezug zur täglichen Arbeit. Man muss zum Beispiel eine Fertigungslinie umbauen oder ein bestimmtes Gerät entwickeln. Das muss dann also dokumentiert und beschrieben und zur IHK geschickt werden. Dort gab es dann auch ein abschließendes Fachgespräch, also eine Art mündlicher Prüfung mit einem Ausbilder und zwei Lehrern der Berufsschule.

Ein Fest mit Urkunde und „Pokal“

Von meiner Auszeichnung habe ich durch MANN+HUMMEL erfahren. Der Festakt war dann auch an unserem Standort in Marklkofen. Ich und die anderen Ausgezeichneten aus anderen Ausbildungsberufen waren geladen, haben jeweils eine Urkunde bekommen sowie eine Art Pokal aus Glas mit Gravur. Und vom Arbeitgeber gab es dann noch eine finanzielle Anerkennung. Der Festakt war ein tolles Erlebnis und stolz bin ich natürlich auch auf die Auszeichnung.

Engagement zahlt sich aus

An unserem Standort in Marklkofen bin ich jetzt Band- und Anlagenverantwortlicher. Im Großen und Ganzen bin ich dafür zuständig, dass unser Fertigungsband für Öl- und Kraftstofffilter problemlos und ohne Qualitätseinbußen läuft. Dazu gehören dann natürlich auch Qualitätskontrollen wenn wir das Band für andere Aufgaben umrüsten.

Vom Azubi gleich zum Verantwortlichen aufzusteigen war natürlich ein großer Schritt. Aber da wird man ganz behutsam drauf hingeführt und hat immer einen Ansprechpartner, der einem zur Seite steht. Das ist auch das gute hier im Unternehmen. Wer sich engagiert darf sehr schnell viel machen, hat aber trotzdem immer ein Backup in Form der Kollegen und Mentoren. Und das ist wirklich eine gute Sache.