Christina Savvatianou macht eine Ausbildung bei MANN+HUMMELDie Auszubildende Christina Savvatianou hat sich Gedanken darüber gemacht, wie sich Schulalltag und Arbeitsleben unterscheiden, und ob ihre Entscheidung für eine Ausbildung bei MANN+HUMMEL richtig war.

„Wenn man in der Schule ist, freut man sich auf den Schulabschluss und möchte arbeiten – zumindest war das bei mir so. Die Eltern sagen dann meistens: Wenn du arbeitest, wirst du dir die Schule zurück wünschen! Was ist an dieser Aussage dran?

Jetzt, da ich selbst eine Ausbildung mache, kann ich es beurteilen. Dazu muss ich sagen, dass ich in einer sehr angenehmen Schule war: Ich hatte tolle Freunde, keine besonders „schlimmen“ Lehrer, und meine Klasse hatte eine sehr gute Gemeinschaft, in der niemand gemobbt wurde. Trotzdem hatte ich zum Schluss einfach keine Lust mehr, jeden Tag in die Schule zu gehen und den Lehrern zuzuhören. Kurz gesagt: Je näher ich dem Abschluss kam, desto mehr hat mich dort alles genervt. Ich habe mich deshalb sehr auf die Ausbildung gefreut. Mit Recht: Denn schon der erste Tag war super! Ich habe mich sehr gut mit meinen Co-Azubis verstanden, wir haben Witze gerissen und sehr viel gelacht. Nach der ersten Woche wurden wir in die Abteilungen eingewiesen und auch dort macht es bis heute sehr viel Spaß. Eine Ausbildung ist aber ganz anders als der Alltag an der Realschule.

Die Tage sind länger als in der Schule

In der Realschule war es ein langer Tag, wenn man bis um 12.40 Uhr Unterricht hatte. Extrem lang wurde es, wenn man auch noch Mittagschule bis 15.20 Uhr hatte.

Mittlerweile ist es ein ganz normaler Tag, wenn ich von 07.50 bis 17.35 Uhr Schule habe. Daheim bin ich meistens erst um 18.30 Uhr. Dabei sind allerdings die letzten drei Stunden freiwilliger Unterricht ZQ (Zusatzqualifikation Fachhochschulreife). Das mache ich zusätzlich, damit ich anschließend studieren kann. Auch die ganz normalen Tage im Betrieb sind natürlich länger als die Schultage.

Wer geglaubt hat, dass man nach der Realschule nicht mehr so viel lernen muss, liegt übrigens völlig falsch: Das Gegenteil ist richtig, zumindest im ZQ-Unterricht. Die Anforderungen in Mathe steigen hier zum Beispiel ganz erheblich. Allerdings geht es meinen Freundinnen, die jetzt das sozialwissenschaftliche Gymnasium besuchen, nicht anders. Meine Mittlere Reife habe ich übrigens gut abgeschlossen – und das, obwohl ich nur die Hälfte von dem gelernt habe, was ich im Moment lerne. Das liegt auch daran, dass man den Stoff in der Schule nicht so oft wiederholt, da man nur einmal pro Woche Unterricht hat.

Abwechslung macht Freude

Dafür ist es super, so viel Abwechslung zu haben: Früher hatte ich jeden Tag mit denselben Menschen und den denselben Fächern zu tun. Heute bin ich abwechselnd in der Schule und im Betrieb, wobei es vor allem im Betrieb laufend etwas Neues gibt.

Ich bin zum Beispiel im Moment in der Ausbildungsabteilung. Da kommen ständig andere Azubis oder Studenten, mit denen man dann zu tun hat.

Ein großer Unterschied besteht auch darin, dass man nicht nur mit Gleichaltrigen zusammen ist.

Ein weiterer Aspekt, den ich besser als in der Schule finde, ist die größere Unabhängigkeit: man bekommt eine Aufgabe und dann eine bestimmte Zeitspanne, um sie zu erledigen. Wann genau man das tut, kann man sich selbst einteilen. Außerdem bekommt man natürlich eine Ausbildungsvergütung und ist damit auch finanziell nicht mehr so sehr von den Eltern abhängig. Ich musste seit dem Beginn der Ausbildung nie mehr daheim bleiben, weil ich kein Geld hatte.

Mehr Geld zum Weggehen – aber weniger Lust dazu

Der einzige Aspekt, warum ich die Realschule vermisse, ist, dass ich meine Freunde nicht mehr so oft sehe. Denn leider bin ich nach der Arbeit oft so geschafft, dass ich gar nicht mehr weggehen will. Sogar am Wochenende bleibe ich inzwischen gerne mal zu Hause.

Bei alledem ist mein Fazit allerdings eindeutig: Der Entschluss, eine Ausbildung anzufangen, war nicht nur die wichtigste Entscheidung in meinem Leben – es war auch die beste.“