Die Zusammenarbeit der Hochschule Pforzheim mit der Wirtschaft hat eine lange Tradition, sie gehört sozusagen zu unserer DNA, schließlich sind wir aus einer Fachhochschule hervorgegangen. Gerade auch in unserem MBA International Management erstreckt sich diese Kooperation mit Unternehmen wie zum Beispiel MANN+HUMMEL auf die verschiedenste Ebenen: auf Company Projects, spannende Vorträge aus der Praxis, ‚Company Excursions‘ und Internships – und mündet im besten Fall in einen Job.

Was die Business School an unserer Hochschule in Pforzheim zu etwas Besonderem oder gar Einzigartigem macht, ist die internationale AACSB-Akkreditierung, die weltweit großes Renommee genießt. Bundesweit sind wir die einzige Fachhochschule mit diesem Siegel. Diese Akkreditierung ist wichtig, um das Interesse guter internationaler Studenten zu wecken, um gute internationale Partner-Hochschulen zu gewinnen und auch hilfreich, um Unternehmen zu signalisieren, dass unsere Ausbildung höchste Qualität garantiert.

Dazu gehört übrigens auch, dass alle unsere Professorinnen und Professoren über die akademische Arbeit hinaus mehrere Jahre Praxiserfahrung besitzen müssen. Auch die MBA-Studierenden haben nach ihrem Erststudium übrigens wertvolle Berufserfahrung, die sie in das Studium und die Diskussionen im Hörsaal und mit der Praxis einbringen. Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nach dem Erststudium werden erwartet, im Durchschnitt sind es fünf.

Viele Studienbewerber aus dem Ausland orientieren sich am AACSB-Siegel. Dem zuletzt verabschiedeten Jahrgang des MBA International Management gehörten 20 Studierende aus mehr als zehn Ländern an: China, Deutschland, Hongkong, Indien, Lettland, Mexiko, Pakistan, Peru, Rumänien, Türkei, USA und Vietnam. Dadurch haben wir in unserem Klassenzimmer und unseren Projekten immer eine hervorragende interkulturelle Mischung. Damit fängt die internationale Lernerfahrung für unsere Studenten schon in Gruppenarbeitsprojekten an, auch in Firmen wie MANN+HUMMEL.

Praxisorientierung heißt für uns konkret, dass wir kontinuierlich mit Unternehmen eng zusammenarbeiten.Wir laden jedes Semester Praktiker aus verschiedenen Unternehmen als „guest in classroom“ ein, die über ihre Tätigkeit berichten und sich den Fragen der Studierenden und der Diskussion stellen. Vor einigen Monaten zum Beispiel hatten wir Herrn Wilde von MANN+HUMMEL („Leiter Corporate Strategy & Innovation Management) mit zwei Mitarbeitern zu Gast, mit sehr spannenden Vorträgen, wie strategisches Management und Innovationsmanagement bei MANN+HUMMEL funktioniert. Für die Studierenden ist es faszinierend zu sehen, dass genau die Konzepte, die sie in ihren Vorlesungen erarbeiten, von den Unternehmen in der Praxis gebraucht werden.

Eine zweite Sache sind unsere jährlichen „company excursions“, mit denen wir auch schon bei MANN+HUMMEL zu Besuch waren. Bei diesen Vor-Ort-Terminen stehen Vorträge, Diskussionen mit Praktikern und die Besichtigung von Produktionsanlagen auf dem Programm. Bei unserer letzten Exkursion nahm sich sogar das Vorstandsmitglied Manfred Wolf, der ja selbst in Pforzheim studiert hat, Zeit für unsere Studierenden. Dies zeigt die große Wertschätzung, die er ihnen entgegen bringt.

Eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit MANN+HUMMEL gab es auch bei zwei „company projects“ im letzten Wintersemester. Hier bekommen Studenten vom Unternehmen eine konkrete Aufgabe, die sie in kleinen Teams im Laufe von vier Monaten semesterbegleitend bearbeiten. Aus solchen Projekten ergeben sich immer wieder Möglichkeiten für Internships (Praktika) – im besten Fall sogar für einen Job.

HS Pforzheim.

In den letzten Jahren durften ein Amerikaner, eine Singapuri und zwei Inder bei MANN+HUMMEL längere Zeit Praxiserfahrung sammeln. Ich denke, es ist auch für das Unternehmen eine Bereicherung, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Genau so wünschen wir uns das, denn wenn ein erkennbarer “win-win“ für beiden Seiten da ist, macht die Zusammenarbeit besonderen Spaß.

Was ist aus meiner Sicht das Wichtigste an dieser Konstellation zwischen Hochschule und Unternehmen? Für die Studierenden sicherlich die besondere Lernerfahrung. Ich denke, man zieht aus dem im Hörsaal Gelernten nochmals ganz andere Schlussfolgerungen und Einsichten für sich selbst, wenn man die Chance hat, dieses Wissen durch Praxisphasen in Unternehmen kritisch zu reflektieren. Das war auch erkennbar, als Herr Wilde mit seinem Team hier war. Ich habe danach viele E-Mails von Studierenden erhalten, die sich informieren und für eine Internship bewerben wollten. Es gelingt nicht allen Gastdozenten, auf diese Weise für ihr Unternehmen zu begeistern.

In unserem MBA-Studium haben wir nicht das primäre Ziel, Doktoren zu qualifizieren, die später akademisch arbeiten. Wir wollen vielmehr kritisch denkende, innovative und kreativ denkende Leute für Unternehmen ausbilden. Dafür ist die Erfahrung besonders wichtig, dass man auch ‚out-of-the-box‘ denkt. Es geht nicht nur um das Lernen im Hörsaal, sondern darum, dass unsere Studenten Dinge kritisch hinterfragen, etwas anders machen, sich an konkreten praktischen Problemen ausrichten. Und das ist bei so einer Zusammenarbeit klasse möglich.