Als Director Operations im Werk Dunlap (Tennessee) von MANN+HUMMEL USA besteht meine hauptsächliche Aufgabe darin, sicherzustellen, dass die Produktion reibungslos läuft und unsere Mitarbeiter alles haben, was sie für ein möglichst produktives Arbeiten benötigen. Doch dazu muss ich mich auch mit anderen Abteilungen, Werken und Büros abstimmen. Deshalb verbringe ich viel Zeit im Büro, um an Telefon- oder Videokonferenzen teilzunehmen oder Berichte zusammenzustellen. Mitunter ist es gar nicht so einfach, diese beiden sehr verschiedenen Aufgaben unter einen Hut zu bekommen.

Meine Aufgabe: überall sein

Bei MANN+HUMMEL USA halten wir oft große Mitarbeiterversammlungen ab, um Feedback von unseren Kollegen zu bekommen. Bei einer solchen Versammlung in Dunlap meinte kürzlich ein Werksmitarbeiter, dass ich nicht oft genug im Produktionsbereich zu sehen sei.  Die Anwesenheit des Werksleiters sei jedoch wichtig für die Arbeitsmoral und gebe den Kollegen ein beruhigendes Gefühl. Das hörte ich natürlich nicht gerne, stimmt aber. An manchen Tagen bin ich vollkommen an meinen Schreibtisch gebunden. Tatsache ist, dass meine Anwesenheit gefragt ist, damit ich die Mitarbeiter unterstützen und Probleme vor Ort schnell und unkompliziert lösen kann. Ich musste also einen Weg finden, für alle da zu sein.

Ich sprach unseren Facilities Engineer an und schilderte ihm das Problem: Wie kann ich an Konferenzen teilnehmen und Büroarbeit erledigen, ohne an den Schreibtisch gebunden zu sein? Schließlich wollte ich raus ins Werk und meinen Kollegen zur Seite stehen, statt mich nur in meinem Büro aufzuhalten. Gemeinsam entwickelten wir eine simple, aber effektive Lösung: das mobile Büro.

Das Büro, mein ständiger Begleiter

Was ist das eigentlich, ein „mobiles Büro“? Im Grunde ist es ein Schreibtisch auf Rädern. Damit habe ich auch in der Werkshalle alles, was ich für meine Arbeit brauche: Steckdose, Verlängerungskabel, Bildschirm, Handy-Ladegerät, Ablage. Dort kann ich beispielsweise meinen Laptop anschließen. Ich kann mein mobiles Büro mitnehmen, wo auch immer ich hingehe (oder gebraucht werde). Ich muss es nur an die nächstbeste 110-V-Steckdose anschließen, und schon bin ich bereit für neue Aufgaben. Gleichzeitig bin ich für unsere Mitarbeiter sichtbar und erreichbar, und falls ich an einer Telefonkonferenz teilnehmen muss, suche ich mir einfach einen ruhigeren Ort.

Für den Bau des ersten Prototyps verwendeten wir Ersatzteile. Da dieses erste mobile Büro höhenverstellbar war, konnte es sogar von jedem genutzt werden, nicht nur von mir. Doch das war vielleicht unser erster (und einziger) Fehler, denn als andere Manager sahen, wie praktisch mein fahrbares Büro war, wollten sie es sich immer öfter ausleihen. Die Idee fand auf Anhieb so viel Widerhall, dass wir sechs weitere Versionen bauten, um die Nachfrage zu decken. Inzwischen ermutigen wir alle Vorgesetzten und Bereichsleiter dazu, fahrbare Schreibtische zu nutzen. So können sie jederzeit Präsenz im Werk zeigen – also da, wo sie eigentlich sein sollten!

Müssen auch Sie oft an mehreren Orten gleichzeitig arbeiten?

Ich bin mir sicher, dass unser mobiles Büro eine praktische Lösung für ein weltweit bekanntes Problem wäre. So erzählte ich meinem Bruder, einem Operators Manager im MANN+HUMMEL Werk Portage (Michigan, USA), von unserer Idee. Er wollte sie unbedingt selbst ausprobieren. Also zerlegten wir ein mobiles Büro in seine Einzelteile und schickten diese im Karton nach Michigan. Falls Sie das geschilderte Problem aus eigener Erfahrung kennen und mehr über das mobile Büro erfahren möchten (oder gar selbst eines bauen möchten), sagen Sie mir einfach Bescheid. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Teil der Welt Sie bei MANN+HUMMEL tätig sind.