Die Ausbildung bei MANN+HUMMEL ist der ideale Start ins Berufsleben. Welche Möglichkeiten gibt es, und was gefällt jungen Menschen bei uns im Unternehmen besonders gut? In diesem Blogbeitrag spreche ich mit Melanie Ertel, die an unserem Standort in Speyer ein Duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen absolviert.

Frau Ertel, im Herbst 2013 haben Sie bei MANN+HUMMEL in Speyer Ihr Duales Studium zur Wirtschaftsingenieurin begonnen. Was sind die Mindestvoraussetzungen dafür, und welchen Abschluss haben Sie?

Ertel: Mindestvoraussetzung ist das Fachabitur. Ich habe in Mannheim am Gymnasium mein Abitur in Latein und Altgriechisch gemacht, was ja zunächst eher nicht für die technische Richtung sprach. Doch ich fand die Vorstellung, als Frau in einem technischen Beruf zu arbeiten, gut und bin nicht enttäuscht worden.

Warum haben Sie sich für ein Duales Studium entschieden?`

Ertel: Ich wollte nicht nur an einer Hochschule studieren, sondern gleichzeitig auch Erfahrungen in einem Betrieb sammeln. Natürlich kann man das auch während eines „normalen“ Studiums in den Semesterferien, aber dann ist man nicht in SEINER Firma, sondern in einer x-beliebigen. Hier bei MANN+HUMMEL kann ich ein Zugehörigkeitsgefühl zu den Kollegen entwickeln und mir ein Netzwerk aufbauen. Ein weiterer Grund ist, dass man bei einem dualen Studium schon früh merkt, ob das Arbeitsgebiet etwas für einen ist. Sonst macht man im schlimmsten Fall seinen Master und merkt erst dann: „Das ist nicht mein Ding“. Außerdem gefällt mir die Atmosphäre an der dualen Hochschule. Durch die kleinen Kursgrößen entsteht zwischen den Studierenden verschiedenster Firmen schnell eine positive Kursgemeinschaft.

Was hat Sie an der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen gereizt?

Ertel: Wirtschaftsingenieurwesen deckt ähnlich wie das Studienkonzept zwei Bereiche ab: Wirtschaft und Technik. An meiner Schule wurden wir früh in den MINT-Fächern gefördert, sprich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zudem habe ich mich darüber hinaus auch auf verschiedenen Infoveranstaltungen über technische Berufe informiert.

Warum haben Sie sich schließlich dazu entschieden, Ihr Studium bei MANN+HUMMEL in Speyer zu machen?

Ertel: Ich habe MANN+HUMMEL auf der DHBW-Messe in Mannheim kennengelernt. Ich konnte mit dem Produktspektrum mehr anfangen als mit dem anderer Unternehmen, also habe ich mich beworben, wurde sofort zu einem Gespräch eingeladen und konnte mich dann auch schnell entscheiden.

Könnten Sie uns kurz ein paar Eckdaten zum Dualen Studium Wirtschaftsingenieurwesen nennen?

Ertel: In Mannheim beginnt das duale Studium jeweils Anfang Oktober, davor gab es für mich ein dreimonatiges Vorpraktikum in Speyer. Ich fand das sehr gut, weil ich schon vor dem Studium im Betrieb war, verschiedene Bereiche kennenlernen konnte und dann bei Studienanfang schon wusste, für welches Unternehmen ich studiere. Bis zum Bachelor dauert das Studium drei Jahre, wobei sich jeweils drei Monate Studium und drei Monate Praxisphase abwechseln. Nach zwei Jahren gibt es eine Zwischenprüfung. Am Ende schreibt man nur noch seine Bachelorarbeit, die von der Hochschule und dem Betrieb bewertet wird.

Welche Abteilungen haben Sie bisher durchlaufen?

Ertel: Mein Vorpraktikum in Speyer habe ich im Marketing und in der Produktion gemacht. Zusätzlich habe ich als Studentin eines technischen Studienfachs ein Vorpraktikum in der Ausbildungswerkstatt absolviert, wo wir zusammen mit den Auszubildenden technische Grundfertigkeiten lernten. In den Praxisphasen war ich bisher in der Flüssigkeitsfilterentwicklung und im Vertrieb.

Wo waren Sie am längsten und welche konkreten Tätigkeiten haben Sie dort übernommen?

Ertel: Am längsten war ich im Vertrieb. Hier habe ich zunächst in Speyer eine Marktanalyse für die Neueinführung einer Spezialanwendung in den USA vorbereitet und bin dann für neun Wochen nach North Carolina gegangen, um das Projekt fortzusetzen. Hier habe ich zusammen mit meinem dortigen Betreuer potenzielle Kunden besucht und unser Konzept vorgestellt.

Wie flexibel waren Sie bei der Gestaltung Ihres Dualen Studiums? Wurden Ihre Interessen berücksichtigt – und was hat Sie besonders interessiert?

Ertel: Wirtschaftsingenieurwesen bietet einem sehr viele Möglichkeiten, da man die Schnittstelle zwischen technischen und wirtschaftlichen Berufen darstellt. Daher konnten wir selbst auch immer Wünsche äußern, wo wir eingesetzt werden möchten, zum Beispiel wenn diese oder jene Abteilung gerade gut zum Studienstoff gepasst hat. Es gibt nichts Festgelegtes. Man kann sich auch selbst um ein Projekt kümmern. In den verschiedenen Abteilungen wird man als dualer Student direkt eingebunden und somit während der gesamten Zeit der Praxisphase bestmöglich gefördert und gefordert. Am Ende der drei Monate steht dann der erfolgreiche Abschluss eines eigenen kleinen Projektes.

Was zeichnet das Duale Studium bei MANN+HUMMEL aus? Was gefällt Ihnen besonders gut?

Ertel: Besonders Spaß gemacht hat mir der internationale Vertrieb. Es ist schon sehr interessant, wie die Zusammenarbeit mit den weltweiten Standorten funktioniert, einerseits wegen der großen Distanz, andererseits weil man merkt, wie andere Nationalitäten ein Projekt verstehen und darin Prioritäten setzen. MANN+HUMMEL zeichnet aus, dass es als internationaler Konzern alle Möglichkeiten bietet, es am Standort Speyer aber trotzdem familiär zugeht. Außerdem fand ich die Betreuung in jeder Abteilung immer ausgezeichnet, vor allem in Bezug auf die Organisation und Durchführung der Auslandspraxisphase in Deutschland und den USA. Das war einmalig! Obendrein entstehen beispielsweise durch gemeinsame Projekte oder auch Mittagspausen sogar zwischen den dualen Studenten der verschiedenen Studienfächer Freundschaften, die über „Kollegen sein“ hinausgehen.

Finnland

Sie waren bisher nicht nur in den USA, sondern auch in Finnland…

Ertel: Stimmt, im Herbst 2015 habe ich über das Erasmus-Programm ein Theoriesemester an der Hochschule in Kuopio gemacht. Ich wollte gerne mal Nordeuropa kennenlernen, zumal Finnland als hervorragender Bildungsstandort bekannt ist. Es war für mich eine sehr interessante Erfahrung, auch weil die Menschen und natürlich das Klima dort ganz anders sind.

Welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach für ein Duales Studium mitbringen?

Ertel: Man sollte jemand sein, der immer gerne beschäftigt ist, und für den es ok ist, keine Ferien zu haben. Praxis- und Theoriephasen wechseln sich immer ab. Am Freitag kann man seine letzte Klausur haben und muss Montags wieder fit sein, um sich auf ein neues Projekt einzustellen. Ein gutes Zeitmanagement ist dabei von Vorteil. Man sollte Herausforderungen annehmen und nicht verzagen, wenn es mal schwierig wird, weil man gerade daran eben auch wächst.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen Ihnen nach der Ausbildung offen?

Ertel: Als Wirtschaftsingenieurin ist man sehr breit aufgestellt, typischerweise kann man im Einkauf, im technischen Vertrieb, in der Logistik, Qualitätssicherung, o.ä. arbeiten, weil dort die Schnittstellen besonders ausgeprägt sind.

Wie sieht denn Ihre persönliche Zukunftsplanung aus?

Ertel: Ich bin im Herbst 2016 mit dem Studium fertig und würde gerne bei MANN+HUMMEL weiterarbeiten, weil es ein sehr gutes Unternehmen ist. Ich kann hier noch viel lernen und Berufserfahrung sammeln. Eventuell möchte ich später noch den Master machen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Ausbildungssteckbrief: Duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen