Inwiefern unterscheidet sich die Lebensweise und die Work-Life Balance in Argentinien von den deutschen Gegebenheiten? Diese Frage werde ich Ihnen heute beantworten. Im Rahmen meines International Business Studiums bei MANN+HUMMEL habe ich die Möglichkeit zusätzlich zu meinem theoretischen, ein praktisches Auslandssemester zu bestreiten. Dafür eröffnete sich mir im Sommer 2016 die Möglichkeit für drei Monate nach Argentinien, genauer gesagt nach Buenos Aires zu gehen. Die Planung der Reise gestaltet sind überraschend einfach, nicht zuletzt wegen der fantastischen Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Mitte Juli befand ich mich auch schon auf dem Weg zu MANN+HUMMEL Argentinien.

Während meines Praktikums im argentinischen Standort von MANN+HUMMEL in Buenos Aires, unterstützte ich das Aftermarket-Sales Team. Mit Besuchen von verschiedenen Verkaufspunkten von MANN Filtern und zahlreichen Gesprächen wurde mir ein intensiver Markteinblick gewährt und die lokalen Herausforderungen aufgezeigt. Dabei beantworteten mir meine Kollegen auch alle aufkommenden Fragen. Außerdem hatten alle bei Problemen jeglicher Art, z.B. Verständnisprobleme, Wochenendplanung usw. ein offenes Ohr. Diese Hilfsbereitschaft und schnelle Integration in die bestehende Abteilung waren prägende Erfahrungen meines Einblicks in die argentinische Arbeitskultur 🙂

MANN+HUMMEL Argentinien

Zugleich spielt ein guter Kontakt zu Kollegen, Freunden und natürlich der Familie eine sehr wichtige Rolle im täglichen Leben. Nach meinem Sprachverständnis entwickelte sich in Argentinien auch schnell eine enge Bindung zu Kollegen, zum Beispiel wird hier auch einmal wöchentlich eine Partie Fußball gemeinsam gespielt. Zudem bringt man jeden Freitag süße Backwaren oder andere kleine süße Snacks mit ins Büro. Dies fördert nicht nur das Arbeitsklima, sondern auch den privaten Austausch zwischen Kollegen ungemein. Ich lernte nicht selten etwas über die Hobbies der Kinder meiner Kollegen und deren Wochenendausflüge kennen. Auffällig hier ist auch noch die Art der Begrüßung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – es gibt „Besos“ auf die Wange statt eines Händedrucks!

Der Faktor “Life” lässt sich am besten beschreiben, wenn man die Vielfalt an Kulturen und Menschen in Buenos Aires betrachtet. In jedem Stadtviertel, den sogenannten „Barrios“, gibt es unterschiedlichste Restaurants und Bars, eine andere Atmosphäre und oftmals verbirgt sich auch viel Historie hinter Straßennamen und öffentlichen Monumenten. Die Chance die Stadt als Einwohner und nicht als Tourist zu erkunden, eröffnete mir die Möglichkeit enge Freundschaften zu „Locals“ zu schließen. Mit diesen Ortsansässigen entdeckt man immer aufs Neue interessante Orte und außergewöhnliche Restaurants, die man als Tourist wohl kaum finden würde, das wiederum verleiht diesen Plätzen ihren ganz eigenen Charme. Außerdem wird man auf diese Weise viel mehr in die argentinische Kultur integriert. Beispielsweise gibt es hier Essensphänomen, welches in Deutschland wohl kaum verbreitet ist. Man kann sich das wie einen kleinen Nachmittags-/Abendsnack mit Mate (eine Art Tee – typisch für Argentinien), Kaffee und einem Snack vorstellen. Dazu trifft man sich normalerweise irgendwann zwischen 17 und 19 Uhr, also noch vor dem Abendessen, das häufig relativ spät – für deutsche Verhältnisse – stattfindet.

Auslandsaufenthalt Argentinien

Nach knapp drei Monaten im aufregenden Buenos Aires blicke ich zurück auf eine Zeit voller positiver Überraschungen, neuer Freundschaften und unvergesslichen Erlebnissen. Ich möchte mich außerdem herzlich bei meinen Kollegen bedanken für die wundervolle Zeit und eine klasse Integration in das Team! Ich wünsche alles Gute!

Wieder einmal kehre ich nach Deutschland zurück, reich an neuen und einzigartigen Einblicken ins argentinische Leben, und freue mich schon auf die nächste Möglichkeit ein fremdes Land und dessen Kultur erleben zu dürfen.